Idee
Die Gemeinsamkeiten der affektiven Eindrücke beim Tauchen und die Empfindungen in einem fremden Land zu leben, bilden die Grundlage dieser Arbeit. Solche Sinneseindrücke, Empfindungen und Reaktionen könnten sein: Neugier, Respekt, unbekannte Geräusche, Formen und Farben, Ungewissheit und vorsichtiges Herantasten. Das sprichwörtliche „Eintauchen in eine fremde Welt“ erweckte in mir das Interesse, Formen zu entwickeln, die ähnliche Gefühle im Betrachter und Benützer hervorrufen.
Die Objekte wurden in Anlehnung an Meereskreaturen entwickelt. Die unendliche Vielfalt an Formen, Farben und Mustern wird durch die Anwendung von verschiedenen textilen Materialien und Techniken ausgedrückt.
Diese Formen sollten visuell die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und das Verlangen des Betrachters wecken, näher zu kommen und diese zu berühren. Weiters sollten sie veränderbar sein und dem Benutzer eine spielerische Möglichkeit zur Interaktion bieten. Diese, fast lebend erscheinenden Oberflächen, wurden bewusst in Sitzobjekte integriert. Dadurch bietet sich dem Benutzer nicht nur die Möglichkeit mit den Formen zu interagieren, sondern auch Teil des Objekts zu werden oder es zu „bewohnen“.


Material/Entwurf/Technische Besonderheiten und Durchführung
Der Aufbau der Sitzobjekte lässt sich grundsätzlich in zwei Teile untergliedern: dem Innenteil und der Hülle.
Der Innenteil bildet die Füllung und besteht aus Schläuchen von Autoreifen, Schaumstoff und Styroporkugeln.
Die Hülle wurde aus verschiedenen textilen Materialien, vor allem Möbelstoffen und handgefilzten Formen, gestaltet. Individuelle Schnittmuster wurden für die verschiedenen Objekte entworfen und an die Größe und Form angepasst. Bei der Fertigung kamen textile Techniken und Fertigkeiten wie Schnittzeichnen, Nähen und Filzen zur Anwendung.
Die charaktergebenden Formen wurden im Weiteren in bestimmter Anordnung in die Oberfläche integriert.
Die Auswahl dieser Formen erfolgte nach einer ausgedehnten experimentellen Phase. Die Variationsmöglichkeit der Sitzobjekte ist schier unerschöpflich und bietet für die Zukunft eine interessante Herausforderung. Die Variationsbreite betrifft auch die Materialwahl. Eine interessante Option ist beispielsweise die Verwendung von LKW-Planen, womit die Objekte auch im Außenbereich einsetzbar wären.


Anwendungsgebiet
Die Sitzobjekte sollten sowohl als Kunst- als auch als funktionelle Designobjekte betrachtet werden.
Grundsätzlich könnten diese Kreationen je nach Materialwahl und Größe in öffentlichen sowie in privaten Bereichen oder für Freizeit und Spiel eingesetzt werden. Die bisher gefertigten Objekte sind jedoch für den Innenraum gedacht.
Die ungewöhnlichen Oberflächen und Formen unterscheiden sich von herkömmlichen Sitzobjekten derart, dass der Betrachter nicht auf den ersten Blick erkennt, wie und ob das Objekt zu verwenden ist. Dies bietet ihm die Möglichkeit, sich auf experimentelle Art und Weise an das Objekt Wort wörtlich heranzutasten und seine Variationsmöglichkeiten zu entdecken.
Die spielerischen Formen lassen die Objekte fast lebendig erscheinen. Dies ermutigt den Benutzer zur Interaktion. Sobald man die Formen berührt, befindet man sich auf einer Reise des Entdeckens, des Spielens und des Erholens.


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